Jeita-Grotte im Detail
Die Jeita-Grotte 18 km nördlich von Beirut ist Libanons wichtigste Naturattraktion. Die zweistöckige Höhle kombiniert oberen, trockenen, dekorierten Rundgang mit unterer Bootsfahrt auf dem Untergrundfluss. Nominiert für die Neuen Sieben Naturwunder.
Geologie
Jeita entstand im kreidezeitlichen Kalkstein des Libanongebirges. Die obere Galerie ist trocken und reich dekoriert; die untere führt den Nahr al-Kalb ("Hundefluss") unterirdisch.
Entdeckung
Der untere Eingang war seit Jahrhunderten bekannt. Die obere Galerie 1958 von libanesischen Höhlenforschern unter Sami Karkabi entdeckt. Öffnung 1969 (unten) und 1968 (oben).
Obere Galerie
750-m-Rundweg an Stalaktiten bis 8 m, Säulen und einem Wald aus Sinterröhrchen vorbei. Der "Große Stalaktit" gehört zu den längsten frei hängenden der Welt.
Untere Galerie
Bootsfahrt auf dem Untergrundfluss — 500 m der insgesamt 6,2 km. Elektroboote; der Klang trägt eindrucksvoll. Der Fluss tritt 1,5 km weiter an der Oberfläche aus.
Bürgerkrieg und Wiederherstellung
Während des libanesischen Bürgerkriegs (1975–1990) geschlossen und als Munitionslager genutzt. Restaurierung 1995, Wiederöffnung 1995.
Praktisches
Täglich geöffnet; Seilbahn verbindet die Eingänge. Tour umfasst beide Galerien. Fotografieren im Inneren verboten.
Auf der Karte erkunden
Jeita-Grotte auf der interaktiven Karte.