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Weißnasen-Syndrom und Höhlenfledermäuse

Das Weißnasen-Syndrom (WNS) ist eine Pilzinfektion, die seit 2006 Millionen nordamerikanische Fledermäuse getötet hat. Höhlenbesucher sind Teil des Übertragungsbildes; kleine Verhaltensänderungen helfen.

Der Pilz

Pseudogymnoascus destructans (Pd) ist ein kältetauglicher Pilz, der an Nase, Ohren und Flügeln überwinternder Fledermäuse wächst. Infektion stört den Winterschlaf; Tiere wachen zu oft auf, verbrennen Fettreserven und sterben vor dem Frühling. Mortalität bei manchen Arten über 90 %.

Ursprung und Ausbreitung

Pd ist in Eurasien heimisch, wo Fledermäuse ohne signifikante Mortalität mit ihm leben. Um 2006 in New York eingeschleppt, breitete sich westwärts aus, erreichte 2016 die Pazifikküste. Höhlentechnik-Transport durch Menschen ist ein Hauptvektor.

Dekontaminationsprotokolle

Höhlenforscher müssen Ausrüstung zwischen Höhlen dekontaminieren — Kleidung abstreifen, Stiefel und Geräte in Reinigungsmittel waschen, teils nach Region quarantänen. Nationalparks haben viele Höhlen gesperrt; Schauhöhlen haben Stiefelwaschstellen.

Betroffene Arten

Kleine braune Fledermaus, Indiana-Fledermaus, Trifärbige Fledermaus, Große braune Fledermaus, Nördliche Langohrfledermaus. Indiana-Fledermaus heute gefährdet. Westliche Arten oft im Frühstadium.

Wiederherstellungsforschung

Probiotika aus Bakterien gesunder Fledermäuse versprechen Wirkung. UV-Behandlung schlafender Tiere zeigt Schutz. Der Pilz wird wohl bleiben; Erholung hängt vom Toleranzaufbau überlebender Populationen ab.

Was Besucher tun sollten

Gesperrte Höhlen meiden. Ausrüstung zwischen Regionen dekontaminieren. Schlafende Fledermäuse nicht stören. Sperrzeiten respektieren (oft Oktober–April). Auffällige Tiere melden.

Auf der Karte erkunden

Fledermausschutzhöhlen auf der interaktiven Karte.