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Top 10 Höhlen in Thailand

Thailand liegt am Rand der Indochinesischen Kalksteinplattform — einem riesigen tropischen Karstgebiet, das von der Yunnan-Provinz Chinas bis zur malaiischen Halbinsel reicht. Die Höhlen des Nordens entstanden im subtropischen Hochland; die Höhlen des Südens (Krabi, Phang-nga) bilden spektakuläre Meereskarstformationen. Alle genannten Höhlen sind auf der Karte verzeichnet.

1. Tham Luang Nang Non (Chiang Rai, Nordthailand)

Karsttyp: Kalkstein, Doi Nang Non-Gebirgszug. Länge: über 10 km vermessen. Weltbekannt seit der Rettungsaktion vom Juli 2018, bei der 12 Mitglieder der Wild-Boars-Fußballmannschaft und ihr Trainer 17 Tage lang eingeschlossen waren. Die Höhle ist für Touristen geöffnet (Besuchsbereich: ca. 1 km), der tiefere Teil bleibt geschlossen. Besuchszeit: November bis Juni; im Monsun ist die Höhle durch Überflutungsrisiko geschlossen.

2. Phraya Nakhon Cave (Prachuap Khiri Khan)

Karsttyp: Einsturzhöhle mit zwei offenen Dachöffnungen, im Khao Sam Roi Yot Nationalpark bei Hua Hin. Berühmt für den "Khua Kharuhat"-Pavillon, ein 1890 für König Rama V. erbautes Königsgebäude im Inneren der Höhle, das durch das Deckenloch in Sonnenlicht getaucht wird. Zugang: 30-minütiger Fußweg durch den Nationalpark oder per Boot. Ein ikonisches Bild Thailands.

3. Tham Lod (Pang Mapha, Mae Hong Son)

Karsttyp: Kalkstein-Durchgangshöhle mit aktivem Fluss. Länge: ca. 1,7 km. Der Nam Lang-Fluss fließt durch die gesamte Höhle; der Besuch erfolgt per Bambusfloß mit Fackellicht. Im Inneren befinden sich prähistorische Holzsärge, die auf mehrere tausend Jahre datiert wurden und von Teak-Hölzern konstruiert sind. Tham Lod liegt im Pang Mapha-Karstgebiet — einem der speläologisch bedeutendsten Gebiete Südostasiens.

4. Tham Phra Nang (Railay, Krabi)

Karsttyp: Meereshöhle in Kalksteinpfeiler auf der Railay-Halbinsel. Berühmte Pilgerstätte: die Höhle beherbergt Hunderte von Holzphalli als Fruchtbarkeitsopfergaben an den Geist der Phra Nang (Prinzessin des Meeres). Zugang nur zu Fuß über den Railay-West-Strand; kein motorisierter Weg. Kombinierbar mit Klettertouren auf den Kalksteinpfeilern Railays.

5. Tham Khao Bin (Ratchaburi)

Karsttyp: Kalkstein, 90 km südwestlich von Bangkok. Eine der wenigen gut zugänglichen Schauhöhlen nahe der Hauptstadt. Länge: 600 m Besucherweg. Sechs Kammern mit verschiedenen Buddastatuen und Formationen. Besonderheit: eine Kolonie von Flughunden (Pteropus), die in der Dämmerung massenweise aus der Höhle strömen. Ganzjährig geöffnet.

6. Phu Pha Phet (Chaiyaphum, Nordostthailand)

Karsttyp: Kalkstein-Komplex im Pha Phet-Bergzug. Das System wird als möglicherweise das längste Höhlensystem Thailands betrachtet; genaue Vermessungen stehen noch aus. Formationen: große weiße und orangefarbene Stalaktiten-Säle und Lavabo-Becken. Wenig touristisch erschlossen; Zugang über lokale Nationalpark- Verwaltung.

7. Khao Sok-Seehöhlen (Surat Thani)

Karsttyp: Kalkstein-Pfeilerhöhlen und -Grotten im Cheow Lan-Stausee des Khao Sok Nationalparks. Die Karstpfeiler ragen aus dem Wasser des künstlichen Sees; manche enthalten Höhleneingänge, die per Kayak zugänglich sind. Buddhistische Heiligtümer in manchen Grotten. Übernachtung auf schwimmenden Floßhäusern im See möglich.

8. Tham Lung Pa Khouay (Phetchabun)

Karsttyp: Kalksteinhöhle im Khao Kho-Gebiet. Eine der weniger bekannten, aber geologisch bedeutenden Höhlen Zentralthailands. Enthält versteinerte Tierreste und Höhlenperlen. Zugang über den Nationalpark; Führung empfohlen, da das System nicht vollständig markiert ist.

9. Wat Tham Pha Plong (Chiang Dao, Chiang Mai)

Karsttyp: Kalksteinhöhle, integriert in ein buddhistisches Waldkloster. Zugang über 505 Stufen am Hang des Doi Chiang Dao-Massivs. Im Inneren Buddastatuen und Erleuchtungslampen; die Höhle ist ein aktiver Meditationsort für Waldmönche. Keine kommerzielle Führung; Respekt gegenüber der religiösen Nutzung ist Pflicht.

10. Tham Pla (Mae Hong Son)

Karsttyp: Kalkstein, im Tham Pla-Pha Sua Nationalpark nahe der burmesischen Grenze. Bekannt für Hunderte von Barbus altus-Karpfenfischen, die im klaren Quellwasser vor dem Höhleneingang leben und als heilig verehrt werden — daher der Name "Fischerhöhle". Der Höhleneingang selbst beherbergt einen Schrein. Kurzer Spaziergang vom Parkeingang.

Besonderheiten des Höhlentourismus in Thailand

Viele Thai-Höhlen sind Kombiziele aus Geologie und buddhistischer Kultur. Respektvolle Kleidung (bedeckte Schultern und Knie) ist in Höhlen mit Tempeln oder Schreinen Pflicht. Der Monsun (Juli bis Oktober) macht viele Nordhöhlen unzugänglich — Tham Luang ist das dramatischste Beispiel. Besuchsplanung sollte die Trockenzeit (November bis April) bevorzugen.